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Didgeridoo-Philosophie:

 

Als ich 1990 bei einem längeren Australienreise die Töne des Didgeridoos zum ersten Mal hörte,

bekam ich sofort Gänsehaut.

In diesem Augenblick wusste ich, dass ist genau das, was ich wollte.

Inspiriert von der Spieltechnik und einer großen Auswahl von diesen Instrumenten kam ich zurück nach Deutschland.

Sofort war mir klar das ich meine eigenen Didgeridoos bauen möchte, sowie auch eine eigenständige Entwicklung meiner Spieltechnik.

Hier in Deutschland sind wir keine Ureinwohner, haben keine Eucalyptushölzer, eine vollkommen

andere Sprache und Rythmusempfinden.

Nach ungefähr zwei bis drei Jahren begann ich ein Programm für verschiedene Didgeridooworkshops auszuarbeiten und hatte auch schon eine Vielzahl unterschiedlicher Didgeridoos gebaut.

Des weiteren habe ich sofort den Kontakt mit anderen Instrumenten gesucht, denn mir war klar das ich das Didgeridoo, wie jedes andere Instrument hier in Deutschland integrieren möchte .

Schon das allein war der Grund warum ich mir von Anfang an unterschiedlichste Spielweisen angeeignet habe

Viele gute Didgeridoospieler versuchen immer nur andere zu kopieren und vergessen dabei das dieses Instrument so vielseitig ist, das es einzig und allein die eigene Spielweise zu entwickeln

gilt.

In jener Zeit habe ich mich verschiedener medizinischer Untersuchungen unterziehen lassen und einmal mehr war mir klar wie genial dieses Instrument ist.

Mittlerweile sickert so Jahr für Jahr immer mehr in den öffentlichen Medien über die gesundheitliche Wirkung des Didgeridoos durch.

Behauptungen aufstellen kann jeder; am besten versucht man es selbst.

Nicht umsonst nennt man das Didgeridoo ein Selbserfahrungsinstrument.

Da wird in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges bewiesen werden, so das man auch in der der Öffentlichkeit darüber sprechen kann.

An diese Stelle verzichte ich gerne auf Aufzählungen, um das Ganze nicht zu sehr in die Mystische Spur zu bringen.

Heimische Hölzer, Bambus und Agaven eignen sich sehr gut für den Didgeridoobau.

So war es selbstverständlich, dass bei meinem ersten Besuch in einem Proberaum das Stimmungsproblem auftauchte, was sich aber nicht als Hexenwerk herausstellte.

Ganz im Gegenteil; mittlerweile verfüge ich über eine Didgeridoosammlung welche sämtlichen Ansprüchen gerecht wird.

Oft werde ich gefragt welches Material oder Tonlage wohl das Beste wäre.

Auch diese Frage kann man nicht beantworten, da es immer davon abhängt was man mit dem Instrument machen möchte.

Unabhängig davon ist auch jeder Mensch verschieden und wir haben alle individuelle Bedürfnisse

oder Vorlieben.

Wie viel Zeit muss man investieren um dieses Instrument zu erlernen ?

Speziell diese Frage wird in unserer. Zivilisation sehr oft gestellt, oder wie lange spielst du schon ?

Im Grunde genommen kann man mit diversen Antworten auf diese Fragen überhaupt nichts

aussagen, da es ja immer davon abhängt wie intensiv man dabei ist, wenn man spielt.

Wenn jemand nur zehn Minuten am Tag Zeit hat und richtig dabei ist, bringt es wesentlich mehr wie jemand der jahrelang sich zwingt dieses Instrument zu spielen.

Außerdem geht das Zeitempfinden während des Spielens vollkommen verloren.

Bei meiner jahrelangen Arbeit habe ich schon die haarstäubigsten Geschichten über das Didgeridoo

gehört, sei es von einzelnen Personen sowie auch von einschlägiger Literatur.

Es ist immer wieder zum schmunzeln was da so behauptet wird.

Man sollte nie vergessen, dass nicht wir die jenigen sind wo das Didgeridoo spielen, sondern das Didgeridoo spielt uns.

Die beste Grundvoraussetzung zum erlernen dieses Instrumentes ist eine gewisse Faszination,

oder unabhängige Zuhörer sagen oft, da kommt was rüber.

Bei der Leitung meiner Workshops unterteile ich die Übungen in drei Großgebiete.

Zum eine die Erzeugung unterschiedlicher Töne, Atemtechnik und Sprachübungen.

Natürlich ist für viel Aussenstehende die eigentliche Faszination die Permanentatmung,

weil sie sich überhaupt nicht vorstellen können wie das funktioniert.

Das Problem ist aber nicht die Schwierigkeit dieser Technik, sondern das ein Großteil der Menschen

einfach falsch atmet.

Die Schwierigkeit insofern liegt in der Umstellung, welche man schon Jahre oder Jahrzehnte falsch gemacht hat.

Wenn Babys auf die Welt kommen berherschen sie eine perfekte Atmung.

Seltsamerweise spätestens mit dem Gang in den Kindergarten oder Schule geht vieles verloren.

Warum und weshalb möchte ich ebenfalls nicht errörtern, vielmehr gilt es Spaß zu haben das zu erlernen was man irgenwie auf eine Art und Weise schon mal praktiziert hat.